Body-Mass-Index
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Daten zur Adipositas
Adipositas
ist definiert als übermäßige Vermehrung des Fettgewebes. Als Maß zur
Feststellung des Gewichtsstatus gilt heute allgemein der sogenannte "Body-Mass-Index"
(BMI) oder zu deutsch der "Körpermassenindex" (KMI), der
folgendermaßen berechnet wird:
Berechnung des BMI- Index:
Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körperlänge
in Metern. Ein Beispiel: Eine Person wiegt 80 kg und ist 1.80 m groß. Der BMI
ist dann 80 : (1,8 mal 1,8), als 80 geteilt durch 3,24 = 24,7 (etwa). Dieser
Wert stellt sicher keinen Idealwert dar, ab einem Index-Wert von 26 würde die
Adiositas beginnen( definiert nach den Perzentilwerten: 97 Prozent aller
Mitmenschen mit diesen Maßen wären schlanker, diese Person würde zu den 3
Prozent gehören, die sich auf der oberen Skala der Dicken wiederfindet.
Eine grafische Darstellung wird auf der Homepage der Arbeitsgemeinschaft
für Adipositas gezeigt.
Eine andere etwas ungenauere Regel besagt, dass die Körperlänge in cm
weniger hundert minus 10% das Idealgewicht ergäbe: Also 180 cm Größe würde
bedeuten: 80 minus 10% = 72 Kg.Es gilt daher: Werte oberhalb der 85.
Perzentile oder anders definiert: 120 Prozent des längenbezogenen Gewichts
sind auffällig und würden als Adipositas bezeichnet.
Bei
alterabhängigen Gewichts- und Größen-Tabellen (sogen. Somatogrammen)
erkennt man die Übergewichtigen sofort an dem deutlichen Anstieg der
Gewichtskurve gegenüber der Längenkurve. Das Wachstum verhält sich aber
nicht immer schematisch, vor allem nicht im Kindesalter: Die Entwicklung des
Körperfetts steigt im Säuglingsalter deutlich an, nach dem ersten Lebensjahr
wird es wieder vermindert, um dann um das sechste Lebensjahr herum wieder
erneut anzusteigen ("adiposity rebound"). Diese Zeitspanne scheint,
was die Prognose (Voraussagbarkeit) bezüglich einer sich entwickelnden
Adipositas angeht, wichtig zu sein. Prozesse, die zur Fettleibigkeit führen,
haben natürlich mit der Energiebilanz zu tun: Übergewicht entsteht dadurch,
dass dem Körper entweder zu viel Energie zugeführt wird oder zu wenig
Energie abgeführt wird. Der Energiebedarf wird durch drei Größen bestimmt:
- der Grundumsatz macht etwa 55 Prozent des Energiebedarfs aus und dient
der Erhaltung aller lebensnotwendigen Körperfunktionen. Wichtig ist, dass
bis zu einem gewissen Grad mit dem Gewicht auch der Grundumsatz steigt.
- die Thermogenese, also der Vorgang der Wärmebildung durch die
"Verbrennung" der Nahrung macht ca. 25 Prozent des
Energiebedarfs aus. Kälte und Nahrungsaufnahme steigern die Thermogenese.
- körperliche Aktivität macht je nach Aktivitätsniveau ca 20 Prozent
des Energiebedarfs aus. Körperliche Aktivität bezeichnet alle
Körperbewegungen, die von der Skelettmuskulatur produziert werden und zu
einer Erhöhung des Grundumsatzes führen. Sie umfasst nicht nur
sportliche Aktivitäten sondern auch alltägliche Tätigkeiten im
Haushalt, Garten oder auf der Arbeitsstätte bzw. der Schule.
- wenn also zu viel Energie aufgenommen wird oder zu wenig Energie
verbraucht wird, kommt es zur Speicherung der überschüssigen Energie in
Fettdepots. Die Adipositas beginnt.
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