Trennkost
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| Trennkost | Weimarer Erklärung 2002
Noch
ein Wort zur bekannten Trennkost, die in den 20er Jahren von Dr. Howard Hay in
den USA propagiert wurde. Dieser Arzt hat unsere übliche Ernährungsweise
für viele sogenannte Zivilisationskrankheiten verantwortlich gemacht und
ziemlich apodiktisch seine Theorien verfochten. Eine große Rolle spielt dabei
der Basen- und Säurehaushalt der Verdauung, die separate Aufspaltung der
Speisen in Mund und Magen. Dabei wird postuliert, dass die Verdauung der
Kohlenhydrate bereits im Mund durch den Speichel mit Hilfe des Fermentes
Ptyalin in Dextrine und Maltose gespalten wird. Die Verdauung des Eiweißes
beispielsweise beginnt vorzugsweise im Magen über das Ferment Pepsin und die
Magensäure. Wird dem Verdauungstrakt beides angeboten kommt es zur
ungünstigen Beeinflussung des Verdauungsprozesses: Völlegefühl, Aufstoßen
Magenbrennen und allgemeines Unwohlbefinden sind die Folge. Eine Trennung von
Kohlenhydraten und Eiweißen bei den Speisen wird angestrebt, mehr Vitalität
und genussreicheres Essen soll damit erzielt, dabei die Reduktion des
Gewichtes obendrein erhalten werden. Die Trennkost wird von den
Ernährungswissenschaftlern z.B. Wissenschaftler der Deutschen Gesellschaft
für Ernährung nicht mehr als wissenschaftlich gültig angesehen. Die
Verdauung des Menschen sei so ausgerichtet, dass alle Speisen, die
Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße enthalten, gut aufgespalten werden. Die
Erfolge der Trennkost werden eher darin gesehen, dass die Menschen, die sich
danach richten, bewusster die Mahlzeiten zu sich nehmen und deswegen auch
ökonomischer mit dem Essen umgehen und somit die erwünschten Erfolge des
Abnehmens schnell erreichen.
Wie dem auch sei: viele Wege führen nach Rom, viele Wege führen - so
hoffen wir - zur Gewichtsabnahme.
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