Unfälle im Kindesalter


Kinderunfälle erneut zurückgegangen

240 Kinder starben im Straßenverkehr

Die Zahl der auf Deutschlands Straßen getöteten Kinder ist im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, kamen 240 Kinder im Alter unter 15 Jahren ums Leben. Das waren 70 Kinder weniger als im Vorjahr, der Wert ging damit um 24 Prozent zurück. Es ist die geringste Zahl seit Einführung der Statistik im Jahre 1953.

Im Jahresdurchschnitt verlor alle 37 Stunden ein Kind im Straßenverkehr sein Leben. Dem größten Risiko waren Kinder als Auto-Insassen ausgesetzt.

  • 100 Kinder starben im Auto
  • in 69 Fällen wurden Kinder als Fußgänger überfahren
  • 55 Kinder wurden als Radfahrer getötet
Insgesamt verunglückten auf Deutschlands Straßen 45 500 Kinder. 9 200 wurden schwer verletzt, 36 100 erlitten leichte Verletzungen. Im Durchschnitt kam damit alle 12 Minuten ein Kind im Straßenverkehr zu Schaden.

zitiert: Süddeutsche Zeitung vom 18.05.2001

Im Jahre 1998 sind auf deutschen Straßen weniger Kinder verunglückt als ein Jahr zuvor. Die Zahl der verletzten oder getöteten Kinder sank um 6,6 Prozent auf 46 508 (!), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Die Zahl der getöteten Kinder ging um 2,3 Prozent auf 304 zurück. Statistisch gesehen verunglückte aber noch alle 11 Minuten ein Kind im Straßenverkehr. Als Autoinsassen kamen 127 Kinder ums Leben, 15 weniger als im Jahre 1997. Als Fahrradfahrer oder Fußgänger starben im vergangenen Jahr 167 Kinder, das waren 17 Kinder mehr als 1997. Wie bei den Verkehrsunfällen insgesamt führten Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auch bei den Kindern die Unfallstatistik an. Die Polizei zählte in diesen Ländern 1998 auf 100 000 Einwohner 514 (502 im Jahre 1997), während es in Baden-Württemberg bzw Hessen die geringste Zahl an Opfern unter 15 Jahren gab. Hier waren es 286 bzw 287 Kinder auf 100 000 Einwohnern, die verunglückten. Nach wie vor liegen die Verkehrsunfälle auf einem der ersten Plätze aller Todesfälle im Kindesalter. 


Unfallstatistik für das Jahr 2000

Zahl der Unfalltoten sinkt auf neuen Tiefstand

Trotz obenstehender unschöner Zwischenbilanz sieht die Unfallstatistik für das Jahr 2000 günstiger aus. Die Zahl der Toten und Verletzten auf Deutschlands Straßen ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung vor fast 50 Jahren gesunken. Laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden wurden bei Verkehrsunfällen im Jahre 2000 insgesamt 504 000 Menschen verletzt und 7 487 Menschen getötet. Das ist seit 1953 der niedrigste Stand, die Anzahl der Unfallverletzten ging um 3% zurück, die der Toten um 4%.

  • 382 822 Unfälle mit Personenschaden
  • 132 503 schwere Unfälle mit Sachschäden
  • Gesamtzahl der Verkehrsunfälle: 2,34 Millionen (-3%)
Nach wie vor ereignen sich in Ostdeutschland deutlich mehr Verkehrsunfälle als im Westen Deutschlands. Spitzenreiter ist dabei das Land Mecklenburg- Vorpommern trotz sinkender Tendenz. Am sichersten sind die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen.

Erfreulicherweise gingen auch die Unfälle, in denen Kinder getötet wurden, um 21 Prozent zurück,  Unfälle mit Jugendlichen unter 18 Jahren um 13 Prozent. Eine leider steigende Tendenz (+ 3%) ist bei den getöteten Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren zu verzeichnen.

zitiert: Süddeutsche Zeitung vom 22.02.2001


Neuer Trendsport- Miniscooter und Kickboards- viele Unfälle!

Wie bei Skateboards, Rollerblades bringen auch die neuen coolen Silber- Miniroller Gefahren mit sich.
Wie das British Journal berichtet, ist in den USA seit Mai diesen Jahres die Anzahl der Patienten, die auf Grund von Miniscooter- Unfällen behandelt werden mussten, um 700% gestiegen. Am häufigsten betroffen sind Kinder unter 15 Jahren. Verstauchungen, Bänderdehnungen, Frakturen der oberen Gliedmaßen und auch Kopfverletzungen werden gesehen.
So chic diese kleinen Flitzer sind, bergen sie doch einige Gefahrenmomente für den Benutzer. Durch die Räder, die sehr gut lenkbar sind, kann es bei Unebenheiten schnell zum Sturz kommen. Insbesondere bei Kopfsteinpflaster, Straßenbahnschienen, auch auf nassen und rutschigen Wegen kann es zu Unfällen kommen. In Halfpipes gefahren, was zunehmend geschieht, besteht bei einer Sprunghöhe von 50 cm die Gefahr, dass die Roller- da aus Aluminium- brechen. Die Räder sind ungefedert und belasten die kindliche Wirbelsäule.
Am Heiligabend, wenn diese verführerischen Glitzerdinger so manchen Gabentisch schmücken, sollten eigentlich auch Helme, sowie Knie- und Ellenbogenschützer, eigentlich auch Handgelenkschützer daneben liegen.

zitiert aus "pädiatrie hautnah" 12/2000  


Zahl der Verkehrstoten im 1. Quartal 2000 gestiegen!

In den ersten 4 Monaten des neuen Jahres sind bei Unfällen auf deutschen Straßen deutlich mehr Menschen getötet worden als ein Jahr zuvor. Von Januar bis April 2000 starben bei Unfällen 2 302 Menschen, 182 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten stieg um zwei Prozent auf 148 200, knapp 750 000 Verkehrsunfälle wurden registriert.

Besonders stark - um 37 auf 125 - stieg die Zahl der Verkehrstoten in Rheinland-Pfalz. In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern stieg die Zahl der tödlich Verletzten um 27 auf 289 beziehungsweise 25 auf 123.

Besser sind die Zahlen in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen, in diesen Ländern ging die Zahl etwas zurück.

Im Monat April 2000 nahm die Zahl der Todesopfer im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5 Prozent auf 600 zu, bei 182 000 Unfällen erlitten 39 700 Menschen Verletzungen.

zitiert: Süddeutsche Zeitung vom 24./25.Juni 2000.