Dieser Beitrag ist als Information nicht allzu neu, hat aber auf Grund seiner Wichtigkeit an
Aktualität nichts eingebüßt.
Es geht darum, dass der beliebte Honigzusatz auf Schnuller, Teeflasche, ja Brustwarze
zur Beruhigung des gestillten Säuglings in seltenen Fällen zu einer Botulismus- Infektion
führen kann, die für den kleinen Säugling lebensgefährlich werden kann. Das Botulismus- Toxin scheint
im Säuglingsalter durchaus eine größere Rolle zu spielen, es wird sogar mit dem Auftreten des plötzlichen
Kindstodes in Zusammenhang gebracht.
Ein sehr eindrucksvolles, tragisches Krankheitsbild wird auf der Homepage der
Kinderklinik Berlin- Buch
dargestellt.
Das "clostridium botulinum" ist ein grampositiver anaerober Sporenbildner. Nur seine vegetative Form ist zur Bildung
des Exotoxins fähig, das den Säuglingsbotulismus verursacht. Die Sporenform des "clostridium botulinum" ist
außerordentlich widerstandsfähig und findet sich weltweit verbreitet im Erdreich und Schlamm, an frischen Früchten
, Gemüse und anderen landwirtschaftlichen Produkten. Offensichtlich gelingt nur im Darm des jungen Säuglings die Ausbildung
der vegetativen Form des Bakteriums und die Produktion des Exotoxins.
Dieser Vorgang kann einige Tage und Wochen dauern. Danach tritt die lähmende Wirkung des Botulismustoxins ein und führt
zuerst
zur Lähmung der Darmmobilität und fördert so die Wachstumsbedingungen der Clostridien. Das Toxin gelangt über das Blut an die
Nervenendigungen und führt zur allgemeinen Muskellähmung.
Offensichtlich verhindert die Darmflora des größeren
Kindes und des Erwachsenen das Auskeimen der Sporen in die vegetative,
toxinbildende Form. Damit besteht für größere Kinder und Erwachsene keine
Gefahr der Infektion oder Intoxikation durch Clostridium botulinum oder seine
Sporen enthaltene Nahrungsmittel.
Für eine Botulismus- Infektion bedarf es folgender Voraussetzungen:
In Deutschland ist der Säuglingsbotulismus ein sehr selten diagnostiziertes Krankheitsbild. Unerkannt und unbehandelt kann er zum Tod des Kindes führen. Auslösende Ursache ist die Verfütterung von Nahrungsmitteln, die Sporen von Clostridium botulinum enthalten, an junge und besonders häufig an gestillte Säuglinge. In der gesamten Welt ist der Sporengehalt von Bienenhonig die bekannteste Quelle des Säuglingsbotulismus
aus: "praktische Pädiatrie" Februar 2001, eine Leseranfrage