Impf-Nebenwirkungen
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Nebenwirkungen
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Jede Impfung kann Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten sind: Rötung und Schwellung auch Schmerzen an der Impfstelle, gelegentlich können grippeähnliche Symptome wie Unwohlsein, Müdigkeit, Durchfall und leichtes Fieber auftreten. Diese Erscheinungen kommen jedoch relativ selten vor und bestehen meist nur in den ersten beiden Tagen nach der Impfung. Häufig werden Unruhezustände beschrieben, vermehrtes Schreien, manchmal auch vermehrtes Schlafbedürfnis. Hohes Fieber wird sehr selten beobachtet. Bereits hier sind Zweifel angebracht, ob eine echte Impfreaktion vorliegt, meist ist die Ursache für das hohe Fieber eine impfunabhängige Virusinfektion. Hier ist auch der Grund zu sehen, warum in manchen Kreisen die Impfungen einen so schlechten Ruf haben: Ohne Zweifel hat zum Beispiel die alte Keuchhustenimpfung (bis vor etwa 5 Jahren) relativ häufig zu stärkeren Fieberreaktionen geführt, auch zu vorübergehenden psychischen Irritationen. Es war ja diejenige Impfung, die die Skepsis gegenüber Säuglingsimpfungen immer wieder
wach hielt. Aber auch hier haben neuere Forschungen und Studien herausfiltern können,
dass viel zu viele Nebenwirkungen dieser Keuchhustenimpfung angelastet wurde. In Wirklichkeit bestand zwar ein zeitlicher Zusammenhang verschiedenster Komplikationen auch Hirnschäden zur Impfung, aber es stellte sich bei systematischen Nachforschungen heraus,
dass diese autonom -und nicht durch die Impfung verursacht- entstanden sind. Im Säuglingsalter werden Erkrankungen manifest, die gänzlich unabhängig von Impfungen entstehen. Beispielsweise ist der "plötzliche Kindstod" eine Erkrankung, die statistisch gesehen -da typischerweise zwischen dem 2. und 8. Lebensmonat auftretend - immer in einem gewissen zeitlichen Zusammenhang zu einer Impfung in dieser Periode steht. Und trotzdem käme heute kein seriöser Wissenschaftler auf die Idee, einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und "plötzlichen Kindstod" zu sehen. In Japan wurden beispielsweise alle Zweijährigen mit dem Keuchhustenimpfstoff geimpft und es wurden sehr viel weniger dem Säuglingsalter vergleichbare Störungen gefunden. Statistiken darf man also
misstrauen, insbesondere wenn sie die Besonderheiten der entsprechenden Lebensperiode, in der geimpft wird, nicht genügend berücksichtigen. Ein ganz zweifelsfreier kausaler Zusammenhang von Impfung und erfolgter Schädigung bzw Komplikation kann nie geführt werden.
Seit einigen Jahren gibt es aber einen neuen azellulären Keuchhustenimpfstoff, der ohne Zweifel sehr gut( sehr viel besser als der alte) vertragen wird. Bei diesem sind selbst Fieberreaktionen sehr selten anzutreffen.
Ähnliches gilt für die Masern-Mumps-Röteln Impfung, die - da sie eine Lebendimpfung ist - nach etwa 8-12 Tagen in etwa 5-10 Prozent der Fälle zu sogenannten Impfmasern (die
nicht ansteckend sind) führen kann: Husten, Schnupfen, Fieber und ein masernähnlicher Ausschlag. Diese abgeschwächten Masernsymptome klingen nach 2-3 Tagen von alleine ab. Extrem selten sind Fieberkrämpfe bzw Infektkrämpfe, die aber natürlich auch impfunabhängig in diesem Alter auftreten können. Bleibende Schäden sind sicherlich extremst selten und nicht entfernt vergleichbar mit den Folgeschäden einer echten Infektion.
Nicht verschwiegen werden soll auch,
dass im Moment die Hepatitis B Impfung in Frankreich einer Prüfung unterzogen wird, ob es nach Impfung bei Erwachsenen zu zentralvenösen Erkrankungen, zu multipler Sklerose und zu Autoimmunerkrankungen kommen kann. In Frankreich ist die Hepatitis
B Impfung für alle Arbeitnehmer im Gesundheitsdienst seit 1981 Pflicht. Unter den Impflingen befanden sich, wie für medizinisches Personal typisch, ein hoher Anteil von Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Es war daher zu erwarten,
dass im zeitlichen Zusammenhang mit den Impfungen auch Meldungen zu multipler Sklerose, zu anderen neurologischen Erkrankungen eingehen
mussten. Es handelt sich um Erkrankungen, die häufiger bei Frauen anzutreffen sind.
Ein eindeutiger Zusammenhang könnte aber erst geführt werden, wenn die Häufigkeit
dieser Erkrankungen bei den Geimpften deutlich höher wäre als bei den Ungeimpften.
Es scheint in Frankreich aber so zu sein, dass die Erkrankungsrate beispielsweise
an multipler Sklerose bei den Geimpften niedriger ist als bei der ungeimpften Vergleichsgruppe.
Die Französische Behörde hat deswegen 1997 dazu geraten, das Impfprogramm unverändert bei
Erwachsenen fortzuführen.
extractra psychiatrica, Heft 5/ 2001:
Multiple Sklerose: - Impfungen fördern weder Ausbruch noch Rezidiv!
Wer sich gegen Hepatitis B (HB), Tetanus, Influenza oder anderes impfen lässt, muss nicht befürchten, deshalb leichter an Multipler
Sklerose (MS) zu erkranken oder einen Schub zu erleiden.
Das in Frankreich - wie oben zitiert - neue Hepatitis B-Impfprogramm hat ja die wissenschaftliche Vermutung aufkommen lassen, dass die
Hepatitis B- Impfung den Ausbruch einer Multiplen Sklerose begünstigen oder zu erneuten Schüben führen kann.
In der amerikanischen Studie wurden 192 Frauen mit MS, 111 Frauen mit Brustkrebs und 534 gesunde Frauen untersucht. Ergebnis: Das relative Risiko einer MS
im Zusammenhang mit Hepatitis B- Impfungen zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem Ausbruch der Krankheit betrug 0,9; mit HB- Impfungen in den beiden Jahren vor Ausbruch der
MS bei 0,7. Auch zwischen der Zahl der Impfungen und dem Risiko einer MS ließ sich kein Zusammenhang herstellen.
In der französischen Untersuchung wurden 643 Frauen mit MS- Rezidiv untersucht. Dabei war das Risiko an MS zu erkranken bzw einen erneuten Schub
vom Zeitpunkt
einer kurz vorher durchgeführten Hepatitis B-Impfung ( 2 Monate) nicht erhöht.
Beide wissenschaftliche Untersuchungen sowohl der
französischen Forschergruppe als auch der amerikanischen Studie an der "Harvard School of Public Health" haben ergeben:
Impfungen sind kein Risikofaktor für
Multiple Sklerose!
Wahrscheinlich gilt für jede Impfung in der Praxis:
Im individuellen Fall kann nie mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden,
dass eine Impfung als unspezifischer Trigger eine Erkrankung bei entsprechender
Prädisposition auslösen kann.
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