Meningokokken- ErkrankungenDie Öffentlichkeit wurde von Pressemitteilungen aufgeschreckt, wonach in den letzten Tagen und Wochen mehrere Todesfälle durch eine Infektion mit Meningokokken in mehreren Bundesländern aufgetreten sind. Meningokokken sind Bakterien, welche schwere Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen hervorrufen können. Jedem
Kinderarzt sind diese Infektionen bekannt, sie haben einen rasanten und
nicht selten unerbittlichen Verlauf, der zum Tode führen kann. Es sind vor
allem 2 Verlaufsformen bekannt: Die Meningokokken-Meningitis
(=Hirnhautentzündung), die mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen,
Erbrechen, Nackensteife und schwerem Krankheitsbild einhergeht. Gerade
während einer Grippewelle mit ähnlichen, stets aber milderen Symptomen,
können diese Erkrankten nicht rechtzeitig erkannt werden. Noch rasanter
kann die Blutvergiftung durch Meningokokken verlaufen, bei denen durch die
starke Vergiftung des Körpers durch die Giftstoffe der Bakterien es zu
schweren Gerinnungsstörungen und Hautblutungen kommen kann( sogen.
Waterhouse- Friderichsen- Syndrom). Vor etwa 2 Jahren waren es Jugendliche nach Disko- Besuch in Bayern, die daran erkrankten, in diesem Monat sind es über ganz Deutschland verteilt einzelne schwere Verläufe, die erneut Todesopfer forderten. Auch bekannt sind Meningokokkenfälle, die von Mekka- Pilgern via Flugzeug eingschleppt werden. Trotz dieser von der Presse und Fernsehen eher zu
sehr aufgebauschten Berichterstattungen treten diese Erkrankungen
besonders in dieser Jahreszeit immer wieder gehäuft auf. Von einer
Epidemie kann nicht die Rede sein, eine Umgebungsprophylaxe mit einem
Antibiotikum ist sinnvoll, wenn ein Kontakt mit der erkrankten Person
vorher stattgefunden hat. Symptome
Bilder aus HJ.Cremer: Infektionskrankheiten und infektallergische Krankheitsbilder im Kindesalter |