Rolandische EpilepsieAffektkrampf | Infektkrampf | Absencen | Rolandi Epilepsie | Jugendlicher Ikterus | Bettnässen | Alice in Wonderland syndrome | Kawasaki- Syndrom | Hämangiome im Kindesalter (PDF- Datei) | Haltungsschaden bei Kindern und Jugendlichen (PDF- Datei) | Streifenförmige Dermatosen (PDF- Datei) | Vorkommen:Die Rolandische Epilepsie gehört mit 10-15% zu den häufigsten Epilepsieformen des Kindesalter. Von der typischen Form sind überwiegend Kinder im Alter von 3 - 12 Jahren, am häufigsten im 5. bis 10. Lebensjahr betroffen. Fieberkrämpfe sind nicht selten vorausgegangen. Ursächlich ist eine mit charakteristischen EEG- Befund vorkommende funktionelle Störung des Gehirns verantwortlich. Sie ist genetisch determiniert, wahrscheinlich autosomal dominant erblich. Die ihr zugrundeliegenden Pathomechanismen sind unbekannt. Hirnorganische Störungen spielen eine untergeordnete Rolle, Symptome einer schweren hirnorganischen Störung fehlen in aller Regel. Leichtere Defizite im grob- und feinmotorischen Bereich sowie Teilleistungsstörungen (Lese- Rechtschreibschwäche u.a.) kommen aber gehäuft vor. Computer- und Kernspintomographie ergeben keine bzw nur leichte Abnormalitäten. Klinische Symptomatik:Leitsymptome sind: Vor allem aus dem Schlaf heraus fokale sensomotorische Anfälle im Gesicht- und Kopfbereich. Sensible Reizerscheinungen im Gesicht und im Bereich der Mundhöhle (selten pharyngeal und laryngeal), tonisch- klonische Krämpfe einer Gesichtshälfte mit Dyslalie (Lautstörungen) oder motorischer Aphasie (Unfähigkeit zu sprechen) und Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss). Häufig kommt es zu einer Ausbreitung mit Halbseitenkrämpfen oder aber generalisierten, tonisch- klonischen Anfällen. Letztere können insbesondere bei jüngeren Kindern das klinische Bild beherrschen. Postiktuale Paresen (= nach dem epileptischen Anfall auftretende Lähmungen) kommen vor. Generalisierte kleine Anfälle (atypische Absencen, atonisch astatische und myoklonische Anfälle) gehören nicht zum klinischen Bild der typischen Rolandischen Epilepsie. EEG- Befunde: |