MasernErfreulicherweise sind dies keine Life- Bilder mehr, sondern aus Veröffentlichungen entnommen. Die Masern sind heute in der normalem Kinderarztpraxis eine Seltenheit geworden. Allenfalls in homöopathischen, naturheilkundlich orientierten oder auch wie jüngst in Holland in religiösen Wohnungsvierteln können die Masern noch auftreten. Sie sind wieder meldepflichtig geworden, um rechtzeitig einer Epidemie vorbeugen zu können. Diese ist aber im europäischen Raum nicht mehr sehr wahrscheinlich, da die Durchimpfungsrate zwar noch nicht ausreichend, aber doch so hoch ist, dass eine großflächige Ausbreitung nicht mehr wahrscheinlich ist. Irrtum!! Siehe Masernepidemie (über 1000 Fälle) in Coburg!
Masernähnliche Hautveränderungen gibt es vorwiegend nach Virusinfekten, hier ist vor allem das 3-Tage-Fieber zu nennen, bei dem der "morbilliforme" Ausschlag ebenso kräftig sein kann wie bei echten Masern. Auch Arzneimittelexantheme können dem Masernausschlag sehr ähneln. Wichtig ist: Die Masern sind immer ein hochfieberndes Krankheitsbild mit Husten, Schnupfen und Augenentzündungen ( sogen. katarrhalisches Stadium). Nach diesem Prodromalstadium von 2-3 Tagen, in denen das Kind hoch fiebert, kommt es zum charakteristischen Ausschlag mit kurzem Fieberabfall, welches dann wieder für 2-3 Tage ansteigt. Gefährdet sind natürlich ungeimpfte Säuglinge, aber auch Erwachsene, die in ihrer Jugend/Kindheit keine Masern durchgemacht haben. Auch Jugendliche, die heute etwa 25-30 Jahre alt sind, haben durch die damals noch nicht so wirksame Impfung keinen sicheren Schutz mehr. Während Masern für den erfahrenen (und älteren) Arzt eine eindeutige und klare Diagnose sind, verhält es sich mit den Röteln ganz anders. Die Rötelndiagnose ist immer mit einem Fragezeichen zu versehen, da Ausschlag und Symptome längst nicht so eindeutig sind wie bei Masern. Hier wird man - insbesondere beim weiblichen Geschlecht- immer im Zweifelsfall nach einigen Wochen die Rötelntiter bestimmen werden. |
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