Kindliche Unfälle
Das Kind war von der Schulter der Großmutter auf den Steinboden
heruntergefallen. Keine Bewusslosigkeit, kein Erbrechen. Aber sehr weinerlich
und mitgenommen. Bei der sich schnell ausgebildeten Schwellung auf der rechten
Kopfseite wurden obigen Rö- Aufnahmen angefertigt. Nebenbei: Rö. Aufnahmen des Schädels werden in fortschrittlichen Kinderkliniken nach kleineren Schädel- Hirn- Traumen nicht mehr gemacht. Die Strahlenbelastung ist doch nicht zu unterschätzen, die Schädelbeteiligung bei vielen Stürzen nicht immer eindeutig nachzuweisen. Aber bei einem solchen Lokalbefund wie bei obigem Fall wird man auf eine Rö. Aufnahme nicht verzichten können. Übrigens war die eindrucksvolle Kopfbeule mit schwappendem Inhalt nach drei Wochen gänzlich verschwunden. |
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Sturz kopfüber aus dem Gehfrei |
eingezeichneter Bereich der Schwellung durch Kopfschwartenbluterguss |
bogenförmige weiße Struktur= epiduareles Hämatom |
Säugling nach Gehfreisturz mit schwappendem
Kopfschwartenbluterguss und epiduraler Blutung (weiße bogenförmige Struktur
im Computertomogramm)
aus: Beilage zum Kinder- und Jugendarzt 33. Jg 2002/6
Die Blutung liegt zwischen dem Schädeldach und der harten Hirnhaut und kann noch nach einem Intervall von mehreren Stunden, ja bis zu 1-2 Tagen zur Hirndrucksteigerung mit allen möglichen Komplikationen führen. Hier nützt nur ein sofortiges operatives Entlasten des Hirndrucks. Beim subduralem Hämatom liegt die Blutung zwischen harter und weicher Hirnhaut. Hier sind die Folgesymptome eher chronischer Natur. Auch noch nach Monaten ist manchmal eine operative Entfernung der Blutung notwendig.
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Zeigefinger in einen Kinderwagenspalt eingequetscht |
Zeigefingerkuppe wochenlang schwarz und anscheinend nekrotisch |
nach etwa 3 Monaten plötzliches Abfallen des toten Gewebes, gesunde Haut. |