Naevus flammeus ("Feuermal")Ähnlich wie die Hämangiome besteht auch der "naevus flammeus"aus erweiterten Blutgefäßen. Die völlig flachen Flecken zeigen meist keine ganz
gleichmäßige Farbe. Es wechseln hellrote Stellen mit mehr blauroten Partien
ab. Die Farbe ändert sich mit der Temperatur, wird bei Erregung (Schreien) und
bei gesteigerter Durchblutung intensiver. Sehr bekannt ist der symmetrische naevus flammeus bei Neugeborenen und kleinen Säuglingen in der Nackengegend, vom Volksmund liebevoll "Storchenbiss" genannt.
Auch im Gesicht im Bereich der Nasenwurzel, gerne auch an der Innenseite der Oberlider findet man diese Gefäßveränderungen. Diese harmlosen Erscheinungen verschwinden im Verlauf der nächsten Monate von alleine. Hartnäckig und kosmetisch sehr störend sind die seitlichen Feuermale, wie in der kleinen Bilderreihe demonstriert wird. Der ehemalige russische Ministerpräsident Gorbatschow hat aber auch dieses unschöne Feuermal etwas hoffähiger gemacht. Aber auch bei diesen kosmetisch sehr störenden Feuermalen sind heute vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten bekannt:
Unsere Patientin bekam bis zu etwa 18 Monaten eine sogen. "Farblasertherapie", die Hautstellen wurden vorher mit einer schmerzhemmenden Salbe (Emla- Salbe) vorbehandelt. Danach waren die Behandlungseinheiten für das Kind zu traumatisch und es wurde eine Pause bis zum 3. Lebensjahr eingelegt.
Ab dem 3. Lebensjahr wurde die Behandlungen in 6- wöchentlichen Abständen in Narkose durchgeführt. Das letzte Bild zeigt das Mädchen im Alter von 4 Jahren, die Behandlung ist vorerst abgeschlossen.
Die Krankenkasse hat die Kosten der Lasertherapie im Säuglingsalter übernommen. Die späteren Behandlungssitzungen in Narkose wurden nur noch teilweise bezahlt. Hier wurden lediglich die Kosten für die medizinisch notwendigen Narkosen übernommen. |