Hand-Mund-Fuß-Erkrankung ...


... ist eine interessante Infektionskrankheit, die vor allem in den sommerlichen Monaten auftritt. Im angelsächsischen Sprachbereich nennt man sie:"hand-mouth-feet-disease"oder damit es auch jeder versteht und eine gewisse Vorstellung hat, wird sie fälschlicherweise von mir gerne als eine Art von "Maul und Klauenseuche" bei Menschen tituliert.

Diese Erkrankung ist meist harmlos und wird hervorgerufen durch ein "Cocksackie"-Virus, welches sich vorzugsweise um den Mund herum, noch typischer aber in der Mundschleimhaut als Bläschen darstellt, weiter an Händen und Füßen sichtbar wird. Es sind kleine Pickelchen, die teilweise zu Bläschen sich entwickeln und nicht selten übersehen werden. Manchmal kommen die Eltern zum Kinderarzt und zeigen lediglich die Entzündungszeichen im Mund, kleine "Aphten" bzw kleine ausgestanzte Stellen bzw rundlich weißliche bis gelbliche Einlagerungen in der Mundschleimhaut. Wenn man dann das Kind genauer untersucht, fallen die kleinen bläschengefüllten Pickelchen, umgeben von einem roten Entzündungshof, an den Händen und Füßen auf. Nicht selten sind diese auch an den Po-backen und den Unterschenkeln zu finden.

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 Im Vordergrund stehen also häufig die Schmerzen verursachenden Bläschen in der Mundhöhle, leichtes Fieber wird nicht selten angetroffen. Trotzdem ist die Erkrankung in der Regel leicht verlaufend, betroffen werden vorwiegend Kleinkinder und jüngere Schulkinder. Der Infektionsweg kann über eine Tröpfcheninfektion, häufiger aber über eine Schmierinfektion (fäko-oral) erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 7-14 Tage, aber auch kürzere Zeitintervalle sind bekannt, kann aber z.T. auch bis zu 35 Tagen dauern. Die Erkrankung verläuft in der Regel harmlos, die Mundsymptome stehen häufig im Vordergrund, die Bläschen an den Handtellern und Fußsohlen geben der Erkrankung häufig nur den charakteristischen Namen.

Wie immer - und das zieht sich ja wie ein roter Faden durch meine kleinen medizinischen Exkursionen - ist diese Erkrankung bei den Erwachsenen durchaus unangenehmer und macht nicht selten eine Behandlung mit Immunglobulinen (= passiven Abwehrstoffen) erforderlich. Im Kindesalter ist keine spezifische Therapie erforderlich.
Schwerer und schmerzhafter verlaufend ist die sogenannte "Herpangina", die ebenfalls eine Cocksakie-Erkrankung ist und starke Halsschmerzen mit Fieber verursachen kann und von einer Streptokokkeninfektion abzugrenzen ist.
Die bei Schweinen und Rindern vorkommende Maul- und Klauenseuche wird durch ein Virus verursacht, welches die "aphthae epizooticae" hervorruft. Dieses kann auch auf den Menschen übertragen werden, was aber sicher eher eine Ausnahme darstellt. Trotzdem ist der Begriff Maul- und Klauenseuche "griffig", vertrauter und beschreibt tatsächlich ähnliche bekannte Symptome aus dem Tierreich.

Anmerkung des Autors am 12.03.2001: Leider ist letzte Bemerkung, die vor etwa 20 Monaten so salopp geäußert wurde, im Frühjahr 2001 nicht mehr angebracht. Im Moment ist der Begriff "Maul- und Klauenseuche" sehr negativ besetzt und bringt tatsächlich sehr viel Unheil und Leid über Tiere und Menschen in Europa.


Herpes- simplex- Erkrankungen

Die Herpes-simplex-Virus- Infektion ist eine häufige Erkrankung. Die Übertragung geschieht auf oralem und genitalen Weg und erfolgt durch direktem Kontakt von Mensch zu Mensch. Auch Menschen, die nicht krank sind, aber Virusausscheider sind, können infizieren. Auslösende Faktoren können beispielsweise Fieber, Stress, Sonnenlicht, auch Unfälle, bei Frauen die menses sein.  Bevorzugte Stellen sind die Lippen und die Umgebung derselben, Auge und Hornhaut und die Geschlechtsorgane.

Immerwiederkehrende (rezidivierende) Herpesinfektionen werden weniger durch äußere (exogene) Reinfektionen, sondern vielmehr durch innere (endogene) Reaktivierung der schon im Körper latent vorhandenen Viren hervorgerufen. Es ist ähnlich wie beim Windpockenvirus, welches ja auch durch Reaktivierung zur "Gürtelrose" führen kann. Auch hier wandert das Herpes-simplex-Virus entlang der Nervenbahnen in die Spinalganglien (Nervenknoten im Bereich des Rückenmarks) ein und verbleiben dort ein Leben lang. Die befallenen Stellen bleiben meist dieselben und verheilen ohne Narbenbildung.

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Nach oder während eines fieberhaften Infektes treten gerne solche "Fieberbläschen" auf. Das mittlere Bild lässt sehr an eine Herpes- Zoster- Infektion denken ("Gürtelrose"). Nicht typisch die Lokalisation; akut nach einem schweren Virusinfekt mit Erbrechen aufgetreten. Auch eine Herpes- Simplex- Infektion käme in Frage. Hier ist die Lokalisation aber noch weniger typisch.

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 klassische Lokalisation


Herpes (10346 Byte) In unregelmäßigen Abständen, aber immer wieder auftretend, diese Hauterscheinungen auf der Backe, manchmal ist sogar das Augenlid mitbefallen. Immer derselbe Ablauf, derselbe Heilungsverlauf.

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auch hier immer sich immer wiederholende Entzündungsherde