Bade-Otitis
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Diese äußere Ohrentzündung ist eine häufige aber nicht selten unerkannt
bleibende Erkrankung, die besonders in heißen Sommertagen nach dem Baden im
Schwimmbad, an Seen oder am Meer auftritt.
Die Bade-Otitis beginnt typischerweise mit Juckreiz und einem Druckgefühl im
Ohrbereich. Es kommen starke Ohrenschmerzen hinzu. Bei der Untersuchung
erkennt man im Gehörgang eine Rötung und Schwellung, mitunter auch
schmierige Beläge oder ein käsiges übelriechendes Sekret. Besonders der
"Tragus"-bereich (Knorpel direkt vor dem Gehörgangseingang) ist auf
Druck von vorne schmerzempfindlich. Ach bei Druck von unten gegen den Gehörgang
kann dieser Schmerz ausgelöst werden.
Feuchtigkeit nach dem Baden, häufiger Kontakt mit Seifen und erhöhte Außentemperaturen
begünstigen das Entstehen dieser Gehörgangsinfektion. Begünstigend wirkt
ein Verschluss des Gehörgangs durch die aufweichende Wirkung des Wassers bzw
Feuchtigkeit. Es kommt zur Veränderung der normalen Keimflora im Gehörgang
durch andere krankmachende und eine Entzündung hervorrufende Keime.
Die Behandlung ist vorerst lokal: Reinigung des Gehörganges und Gabe von
antibiotikahaltigen Ohrentropfen. Auch das Einlegen eines Gaze-Streifens ist
sinnvoll. Der Gehörgang sollte trocken gehalten werden. I n schwereren Fällen
muss eine Abschwellung mit alkoholischen Lösungen begonnen werden, danach
Ohrentropfen evtl mit Cortison-Zusatz. Auch eine antibiotische Behandlung ist
manchmal nicht zu umgehen. Bei Kindern mit häufigem Wasserkontakt und
vorausgegangenen Ohrentzündungen sollte der Gehörgang während des
Schwimmens abgedichtet werden. Am besten eignet sich hierzu Watte mit Paraffinöl
getränkt.
Entnommen aus
der Zeitschrift "Pädiatrie" 6/2000 - Autor: Dr. Jan Gosepath,
Universitäts-HNO-Klinik Mainz
Juni 2000
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