Durchfallbehandlung


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Diätempfehlung bei akuter Durchfallerkrankung/ Brechdurchfall

Bei einer Durchfallerkrankung können erhebliche Mengen an Flüssigkeit und Salz verloren gehen. Daher ist es dringend nötig, dass das Kind viel trinkt. Je kleiner das Kind ist, desto größer ist die Gefahr des "Austrocknens". Besonders wenn Ihr Kind noch zusätzlich erbricht, sollten Sie hartnäckig für eine ausreichende Trinkmenge sorgen. Denken sie auch daran, dass eine Durchfallserkrankung fast immer ansteckend ist. Über die Hände des Kindes und auch über die Hände der Eltern, welche die Windeln wechseln, werden die Erreger auf andere Personen übertragen. Damit nicht bald die ganze Familie krank ist, sollten Sie bei Durchfall sorgfältig die Hände mit einer Alkohollösung (z.B. Sagrotan oder Sterilium, gibt es in Drogerien oder Apotheken) desinfizieren.  Praktisches Vorgehen: Gestillte Kinder werden weiter nach Bedarf gestillt. Zwischen den Stillmahlzeiten werden Rehydratationslösungen (z.B. GES 60) oder Tee gegeben.

Flaschenernährte Kinder erhalten in den ersten 6-10 Stunden des Durchfalls ausschließlich und möglichst viel Rehydratationslösung bzw. Tee. Je mehr das Kind trinkt, desto geringer ist die Gefahr der Entwässerung. Ein Säugling sollte pro Kilogramm Gewicht ca. 150 ml Flüssigkeit zu sich nehmen, also z.B. bei 6kg Gewicht des Kindes ca. 900 ml Flüssigkeit. Dazu dürfen Sie bei Durchfall auch hartnäckig sein und Ihrem Kind immer wieder die Flasche anbieten. Sollte das Kind das Trinken total verweigern, so sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen.

Nach 6-10 Stunden erhalten flaschenernährte Säuglinge ihre gewohnte Säuglingsnahrung in verdünnter Form. Man beginnt mit 1 Teil normal zubereiteter Säuglingsnahrung verdünnt mit 2 Teilen abgekochtem Wasser. Im Laufe von 2 Tagen wird die Säuglingsnahrung immer weniger verdünnt, bis der Säugling wieder seine gewohnte Nahrung erhält. Sollten Erbrechen oder Durchfall dabei wieder zunehmen, dann muss die Nahrung wieder mehr verdünnt werden. Säuglinge, die schon feste Nahrung gewöhnt sind, können Sie ab dem 2. Tag eine zerdrückte Banane anbieten. Kleinkinder, ältere Kinder und auch Erwachsene erhalten nach dem Flüssigkeitsersatz mit Tee (oder Rehydratationslösung je nach Alter und Schweregrad des Durchfalls) frühzeitig altersgemäße Nahrungsmittel. Besonders bewährt haben sich: geriebener Apfel, Banane, Möhrensuppe, Zwieback, Toast oder Reis. Bitte geben Sie keine süßen Speisen oder Getränke (wie z.B. Schokolade oder Cola) oder fetthaltige Speisen (wie z.B. Pommes frites). Auch Milchprodukte sollten Sie eher meiden. Alle diese Nahrungsmittel verschlimmern nur den Durchfall! Auch Antibiotika sind bei den meisten Durchfallserkrankungen wirkungslos und verstärken oft noch den Durchfall.

von Dr. C. Bode, Kinderarzt